(openPR) Wenn die Leber eine Pause braucht
Nach den Feiertagen mit Braten, Plätzchen und Glühwein hat die Leber vieler Menschen Schwerstarbeit geleistet. Doch wer sich über längere Zeit zu fett und süß ernährt und sich zu wenig bewegt, riskiert eine sogenannte Fettleber. „Sie gehört zu den Volkskrankheiten, die häufig lange unentdeckt bleiben“, sagt Prof. Dr. Roland Büttner, einer der beiden Direktoren der Klinik für Innere Medizin am Caritas-Krankenhaus St. Josef.
Die Ursache dafür: Die Fettleber macht lange Zeit keine Beschwerden. „Viele Befunde treten daher zufällig auf – etwa bei einer Routine-Ultraschalluntersuchung oder bei auffälligen Leberwerten“, erklärt der Gastroenterologe. Dabei ist sie kein harmloser Befund, wie der Mediziner warnt: „Unbehandelt kann sie sich zu einer Leberentzündung, einer sogenannten Steatohepatitis, und in der Folge zu einer Leberzirrhose entwickeln. In seltenen Fällen kann sogar Leberkrebs entstehen.“
Die stille Volkskrankheit
Nach Schätzungen der Deutschen Leberstiftung leidet in Deutschland inzwischen jeder vierte Erwachsene an einer nicht-alkoholischen Fettleber – Tendenz steigend. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Auch wenn die Krankheit mit zunehmendem Alter öfter vorkommt, kann sie bereits im Kinder- und Jugendalter auftreten.
Die Hauptursachen liegen in einem ungesunden Lebensstil: Übergewicht, Bewegungsmangel, zuckerhaltige Getränke und eine kalorienreiche Ernährung mit vielen Fertigprodukten und gesättigten Fetten. Aber auch Menschen mit Normalgewicht können betroffen sein – etwa, wenn sie an Insulinresistenz, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen leiden. Übermäßiger Alkoholkonsum trägt ebenfalls zu einer Fettleber bei, in diesem Fall sprechen die Experten allerdings von einer alkoholischen Fettleber.
Doch unabhängig von der Ursache: „Die Leber ist das Stoffwechselzentrum des Körpers“, betont Prof. Büttner. „Wenn sie verfettet, ist das immer auch ein Warnsignal für den gesamten Organismus. Eine Fettleber erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie Bluthochdruck deutlich und kann zu dauerhaften Leberschäden führen.“
Früh handeln lohnt sich
Die gute Nachricht: Eine Fettleber ist in vielen Fällen heilbar. Bereits eine Gewichtsreduktion um fünf bis zehn Prozent kann die Leberwerte messbar verbessern. Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung – etwa 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche – den Fettgehalt der Leber nachhaltig senkt.
Prof. Büttner empfiehlt deshalb einen bewussten Neustart zum Jahresbeginn: „Nach den Feiertagen ist ein guter Zeitpunkt, um Ernährung und Bewegung neu anzugehen. Viel Gemüse, Vollkornprodukte und pflanzliche Fette statt Zucker, Weißmehl und Alkohol – das ist die beste Leberkur.“ Wichtig sei auch, regelmäßig die Leberwerte im Blut und den Ultraschallbefund kontrollieren zu lassen, insbesondere bei bestehenden Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck. In den letzten Jahren seien zudem neue Medikamente entwickelt worden, die in ausgewählten Fällen mit schwerer Fettleber nach entsprechender ärztlicher Untersuchung eingesetzt werden könnten.
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.





